Hauptseite

Aus Koordinationsgruppe Türkei
Version vom 4. April 2017, 10:16 Uhr von Barbara (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Überblick
Tuerkei.jpg

Amnesty Report 2018 - Türkei

Berichtszeitraum: 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017

Vor dem Hintergrund des andauernden Ausnahmezustands kam es zu Menschenrechtsverletzungen. Abweichende Meinungen wurden rigoros unterdrückt, davon waren u. a. Journalisten, politische Aktivisten und Menschenrechtsverteidiger betroffen. Es wurden weiterhin Fälle von Folter bekannt, doch in geringerer Zahl als in den Wochen nach dem Putschversuch vom Juli 2016. Die weitverbreitete Straflosigkeit verhinderte die wirksame Untersuchung von Menschenrechtsverletzungen, die von Angehörigen der Behörden verübt wurden. Es kam auch 2017 zu Menschenrechtsverstößen durch bewaffnete Gruppen; im Januar wurden zwei Anschläge verübt. Doch Bombenanschläge gegen die Bevölkerung, die in den Vorjahren regelmäßig stattfanden, gab es im Jahr 2017 nicht. Für die Lage der im Südosten des Landes vertriebenen Menschen wurde keine Lösung gefunden. Im Jahr 2017 blieb die Türkei weiterhin eines der weltweit größten Aufnahmeländer für Flüchtlinge, u.a. für mehr als 3 Mio. registrierte syrische Staatsangehörige. Das Risiko, abgeschoben zu werden, bestand jedoch nach wie vor.
Zum kompletten Bericht


Weitere aktuelle Information

Turkey: Conviction of lawyers deals heavy blow to right to fair trial and legal representation
20 March 2019

Responding to the conviction of 18 lawyers on the grounds that they are “members or leaders of a terrorist organisation,” Milena Buyum, Amnesty International’s Senior Campaigner on Turkey, who observed the trial hearing, said:
“Today’s convictions are a travesty of justice and demonstrate yet again the inability of courts crippled under political pressure to deliver a fair trial." “After more than a year in pre-trial detention for six of the lawyers, and three measly hearings marred by fair trial breaches, this politically motivated prosecution has reached it preposterous conclusion. These lawyers should be immediately and unconditionally released and the conviction quashed.”

Background
All the lawyers on trial are either members of the Progressive Lawyers Association or the People’s Law Bureau. They were charged with being members or leaders of the armed group, Revolutionary Peoples' Liberation Party-Front (DHKP-C).
The indictment against the lawyers is based on statements by secret and named witnesses and police reports containing analysis of the defendants’ digital data. However, the defence was denied the opportunity to question the digital data and the reliability of witnesses were rejected by the court on the basis that they would lengthen the proceedings.
Zur kompletten Pressemeldung

Neueste Information

Amnesty Vertreter und andere Menschenrechtler weiter unschuldig vor Gericht
21.03.2019
Amnesty International fordert Freisprüche für Taner Kılıç, İdil Eser, Peter Steudtner und weitere Aktivisten. Das Verfahren wurde am heutigen Gerichtstermin auf den 16. Juli vertagt. Der Prozess in Istanbul gegen Taner Kılıç, Ehrenvorsitzender der türkischen Sektion von Amnesty International, den deutschen Menschenrechtler Peter Steudtner, die frühere türkische Amnesty-Direktorin İdil Eser und acht weitere Menschenrechtsaktivisten ist heute ohne den lange überfälligen Freispruch fortgesetzt worden. Dazu äußert sich Janine Uhlmannsiek, Expertin für Europa und Zentralasien bei Amnesty International in Deutschland:
"Die elf Menschenrechtler hätten heute freigesprochen werden müssen. Dass der Prozess inzwischen schon fast anderthalb Jahre läuft, obwohl keinerlei Beweise vorliegen, zeigt ganz deutlich, wie die türkische Strafjustiz instrumentalisiert wird, um kritische Stimmen einzuschüchtern. Für die Angeklagten bedeutet das weitere Monate des Abwartens – Monate, in denen sie befürchten müssen, zu Unrecht verurteilt zu werden."
Zur kompletten Pressemeldung


Immer noch aktuelle Information

Urgent Action, 08.März 2019

Protestierende freilassen!

Am 4. März hat ein türkisches Gericht eine Anklage gegen Osman Kavala, Yiğit Aksakoğlu und 14 weitere zivilgesellschaftlich engagierte Personen zugelassen. Bei einer Verurteilung drohen ihnen lebenslange Haftstrafen. Den 16 Angeklagten wird vorgeworfen, „die Regierung stürzen bzw. von ihren Aufgaben abhalten zu wollen“. Grundlage ist ihr Engagement bei den Gezi-Park-Protesten von 2013. Amnesty International betrachtet die Anklage als konstruiert. Osman Kavala befindet sich bereits seit mehr als 16 Monaten und Yiğit Aksakoğlu seit fast vier Monaten in Untersuchungshaft. Die anderen Angeklagten befinden sich derzeit auf freiem Fuß oder leben im Exil – wie der Journalist Can Dündar, der in Deutschland wohnt. Osman Kavala und Yiğit Aksakoğlu müssen sofort und bedingungslos freigelassen werden.
Zur vollständigen UA
Hier können Sie direkt online unterzeichnen/einen Musterbrief herunterladen